Behandlungsmethoden bei Arthrose

Wie kann Arthrose behandelt werden? Welche Vor- und Nachteile bringen die einzelnen Verfahren mit sich? Was ist das Beste für mich? Am Ende entscheiden Sie in Verbindung mit Ihrem Arzt. Doch zu wissen, welche Möglichkeiten es gibt, ist unserer Meinung nach Ihr Vorteil; denn es geht um Ihre Gesundheit und Beweglichkeit.

Medikamentöse und konservative Behandlung

Der erste Schritt bei schmerzenden Gelenken und Anzeichen von Arthrose ist die konservative Behandlung mit Medikamenten, physikalische Therapien, Krankengymnastik sowie orthopädische Hilfen zur Entlastung der Gelenke. Medikamente sorgen zeitweilig für eine gewisse Schmerzfreiheit, doch schlagen sie auf den Magen oder das Herz-Kreislauf-System und zeigen keine dauerhafte Lösung.

Bewegungstherapie ist sicherlich ein wichtiger Teil, da so die Muskulatur durch leichte Belastungen (z. B. Schwimmen) gestärkt und das Gelenk entlastet wird und somit weiterhin durch die eigene Beweglichkeit die körpereigenen Voraussetzungen bestehen bleiben, welche für eine Stabilisierung und Regeneration der Knorpelflächen von Nöten ist.

Man darf hierbei nicht vergessen, dass während der Bewegungstherapie parallel die medikamentöse und physikalische Behandlung zur Reduzierung der Schmerzen genutzt wird. Der Schmerz an und für sich ist aber das Warnsignal des Körpers, welches somit übergangen und verschoben wird.

Arthrose ist eine Krankheit, der ein chronischer Gelenkverschleiß, erbliche oder gar traumatisch bedingte Ursachen zugrunde liegen. Somit ist die medikamentöse Behandlung nur ein kurzweiliger erster Ansatz, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zu mindern, doch leider nicht um die Beeinträchtigung zu heilen. Die Bewegungstherapien hingegen stellen nur dann eine Linderung und Verbesserung dar, wenn der Knorpel nur leicht beschädigt ist.

Injektion von Hyaluronsäure

Diese Therapieform eignet sich bedingt in den Anfangsstadien der Gelenk-Arthrose. Da sie als Schmiermittel zwischen den Gelenken fungiert, welche normalerweise vom ungeschädigten Gelenk auf natürliche Weise produziert wird.

Die Degeneration der Knorpelflächen soll damit reduziert oder sogar gestoppt werden. Sie hat eine hohe Dichte und wird auch beim Gelenkverschleiß der Wirbelsäule genutzt. Der Nachteil ist hier die intraartikuläre Injizierung, die ein Risiko zur Gelenkinfektion bietet, gerade da hier auch eine Dauerindikation über einen längeren Zeitraum notwendig ist.

Operative Behandlungen

Transplantation (ACI)

Die Chondrozytentransplantation nutzt die eigenen Zellen und ist eine gute Therapieform für größere Knorpelschäden. Die ACI ist sicherlich für junge und aktive Patienten mit großen Knorpeldefekten eine gute Behandlungsmöglichkeit, doch ist sie zurzeit noch ein sehr teures Verfahren. Es sind zwei Eingriffe erforderlich, der Erste zur Entnahme des Knorpels und Stammzellen. Der Zweite für die Transplantation des so extern gezüchteten Faserknorpels. Daher ist dieses Verfahren nur für wenige Patienten in Deutschland an speziellen klinischen Zentren machbar. Die Nachhaltigkeit der Methode ist schwierig zu beurteilen und oftmals von unterschiedlichem Erfolg.

Künstlicher Gelenkersatz - Endoprothese (TEP)

Als letztes Mittel bei Arthrose sollte eine Endoprothese in Betracht gezogen werden. Sie haben zwar eine lange Lebenserwartung (zwischen 7-10 Jahren) und ermöglichen ein gutes funktionelles Ergebnis bei normalen Bewegungen sowie auch die Schmerzfreiheit; doch ist die Knochensubstanz sehr wichtig, um dies zu erreichen.

Je älter die Knochensubstanz ist, desto schwieriger ist die Implantation und Haltbarkeit, da diese porös wird (Osteoporose) und somit weniger Halt bietet. Bei der TEP ist der operative Eingriff nur stationär möglich und dieser bedarf einer längeren medizinischen Nachversorgung und Rehabilitation. Gute künstliche Prothesen sollten unbedingt Nickel frei und aus hochwertigen Materialien bestehen, da es nicht selten zu postoperativen Allergien oder Unverträglichkeiten kommen kann.

Arthroskopische Techniken

Minimal invasive Chirurgie (MIC) mittels Shaving oder Pridie-Bohrung

Mikrofrakturierung

Bei Patienten mit kleinen Defekten ist die Mikrofrakturierung sicherlich eine gute und ausreichende Behandlungsmethode. Hier wird der freiliegende Knochen angepiekt oder perforiert, um so Stammzellen im oberen Knochenbereich zu stimulieren, regeneratives Zellgewebe zu bilden, das sich zu neuem Faserknorpel bildet. Da in dieser Region nur wenige Stammzellen erreicht werde, ist die Erfolgsaussicht oftmals nur von kurzer Nachhaltigkeit, so dass die Methode unter Umständen wiederholt durchgeführt werden muss.

Unterschied zwischen Mikrofrakturierung und Implantation von Carbonfaserpins!

Implantation von Carbonfaserpins

Im Gegensatz zu den vorangestellten Behandlungsmethoden bieten die Carbonfaserpins oder auch genant Repair-Pins ein weitaus breiteres Einsatzgebiet. Nicht nur für mittlere und größere Knorpeldefekte, sondern auch für Patienten mit mehrfachen Defekten, sowie nach erfolglosen bzw. bei Restdefekten nach vorangegangenen Operationen zeigt der Einsatz von Carbonfaserpins sehr gute Ergebnisse nach der Implantation.

Da die Behandlung mit Carbonfaserpins in der Regel mit einer Mikrofrakturierung („Turbo- Mikrofrakturierung“) kombiniert wird, ist diese Methode mit allen Vorteilen bei der Anwendung zu bewerten.

Da sie ambulant durchgeführt werden kann, ist sie eine überzeugende Alternative für jeden arthroskopisch tätigen Orthopäden und Chirurgen. Außerdem stellt sie eine kostengünstigere und längerfristige Problemlösung dar.

Ferner wirkt die Implantation der Carbonfaserpins noch dann, wenn MF und ACI versagt haben. Warum also nicht sofort die sichereren und erfolgreicheren Alternativen wählen?

Sprechen Sie mit Ihrem Facharzt für Orthopädie und lassen Sie sich über unsere CHOPIN® Implantate optimal beraten.

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